Rotlicht, Infrarot und die Wirkung von Licht in der Tiefe
- pferdetraining0
- vor 2 Tagen
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Rotlicht und Infrarot können die Durchblutung fördern, den Zellstoffwechsel aktivieren und dem Gewebe bessere Bedingungen für Regeneration und Heilung bieten. Gerade bei chronischen Beschwerden, eingeschränkter Beweglichkeit oder alten Verletzungen ist das ein großer Vorteil: Das Gewebe wird angeregt, ohne zusätzlich mechanisch belastet zu werden.
Das Pad ersetzt natürlich keine Diagnostik oder Therapie, kann diese aber sinnvoll begleiten und unterstützen.
Wofür das Rotlichtpad besonders geeignet ist
Bewährt hat sich die Anwendung vor allem bei chronischen oder wiederkehrenden Beschwerden. Dazu zählen Arthrose, steife Gelenke, verspannte Muskulatur, Narbengewebe, ältere Verletzungen oder generell schlecht durchblutete Areale. Auch bei älteren Pferden oder Menschen wird das Licht oft als sehr angenehm empfunden, weil es tief wirkt, ohne zu reizen.
Bei verzögerten Heilungsverläufen, etwa nach Verletzungen oder Operationen, kann das Rotlichtpad unterstützend eingesetzt werden – immer vorausgesetzt, dass keine akute Entzündung mehr vorliegt und die Anwendung fachlich begleitet wird.
Wann das Rotlichtpad nicht eingesetzt werden sollte
Rotlicht und Infrarot regen die Durchblutung an. Deshalb sollten sie nicht direkt auf akute Entzündungen, frisch gereizte Sehnen, deutlich geschwollene oder überwärmte Bereiche angewendet werden. In solchen Phasen kann zusätzliche Aktivierung den Reizzustand verstärken.
Sinnvoller ist es dann, mit der Anwendung zu warten oder gegebenenfalls das umliegende Gewebe zu behandeln. Im Zweifel gilt immer: erst abklären, dann anwenden.
Die verschiedenen Modi – welcher passt wann?
Das Rotlichtpad bietet mehrere Modi, um die Anwendung gezielt an das Gewebe anzupassen.
Der pulsierende Modus eignet sich besonders für empfindliche Bereiche, für den Einstieg oder für Stellen mit Vorgeschichte wie alte Impfreaktionen oder Narben. Durch die rhythmische Lichtabgabe wird das Gewebe angeregt, ohne dauerhaft stimuliert zu werden.
Das Rotlicht unterstützt vor allem Durchblutung und Entspannung im oberflächlichen bis mittleren Gewebe. Es ist gut geeignet bei muskulären Spannungen oder Bereichen, die sich fest und unbeweglich anfühlen, ohne akut entzündet zu sein.
Infrarotlicht wirkt tiefer im Gewebe und eignet sich besonders bei chronischen Beschwerden, Arthrose oder tiefer liegenden Spannungen. Auch hier empfiehlt es sich, mit kürzeren Anwendungen zu beginnen und die Reaktion zu beobachten.
Der Kombimodus vereint mehrere Lichtarten und bietet die intensivste Stimulation. Er ist für unempfindliche Bereiche oder erfahrene Anwender:innen gedacht und sollte nicht als Einstieg genutzt werden.
Anwendung und Dauer
Gerade zu Beginn reichen fünf bis zehn Minuten völlig aus. Entscheidend ist nicht ein Wärmegefühl an der Oberfläche, sondern die Reaktion des Gewebes. Zeichen wie Weichwerden, Entspannung, ruhigere Bewegungen oder verbesserte Mobilität sprechen für eine passende Anwendung.
Treten Reaktionen wie zunehmende Empfindlichkeit, Schwellung oder Unruhe auf, sollte die Anwendung beendet und der Befund überprüft werden.
Akkubetrieben und flexibel einsetzbar
Ein großer Vorteil des Rotlichtpads ist der Akkubetrieb. Es kann unabhängig von Steckdosen genutzt werden – im Stall, auf der Weide, im Behandlungsraum oder unterwegs. Das macht die Anwendung alltagstauglich und flexibel, ohne Kabel, ohne Ortsbindung.
Gerade im Umgang mit Pferden ist das ein echter Pluspunkt: ruhig, unkompliziert und genau dort einsetzbar, wo es gebraucht wird.
Fazit
Das Rotlicht- und Infrarotpad setzt gezielte Lichtimpulse, die Regeneration unterstützen, ohne das Gewebe zu überfordern. Richtig eingesetzt ist es ein vielseitiger Begleiter bei chronischen Beschwerden, in der Rehabilitation und zur Unterstützung von Beweglichkeit und Wohlbefinden. Nicht als schnelle Lösung, sondern als kontinuierliche, durchdachte Unterstützung.
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